Es geht wieder los – ist da ein wenig Herzklopfen vorprogrammiert?
Tanja: Auf jeden Fall. Es hat meiner ganzen Familie und mir total in den Fingern gekribbelt. Einen so späten Saisonstart hatten Wir noch nie. Dass es geht konnten Wir kaum erwarten – natürlich klopfte da das Herz einen Gang höher als sonst.

Familie Luxem ist eine Traditions-Schausteller-Familie, richtig?
Olli: Ganz genau. Wir wohnen schon eine Ewigkeit hier in Euskirchen. Die Oma meiner Mutter hatte ein Ponyreiten namens „Petersburger Schlittenfahrt“ und war damit erfolgreich auf der Reise. Dieser und weitere Betriebe gingen dann an die folgenden Generationen weiter. Das ist bis jetzt noch Tradition. Genau wie mein Bruder sind meine Eltern und deren Eltern in das Schaustellerleben quasi reingeboren worden.

Ist ein Leben ohne die Reise vorstellbar?
Tanja: Das kann ich so gar nicht beantworten. Weißt Du, Wir Schausteller lieben und leben einfach unseren Job. Wir kennen gar nicht das „Normale“. Andere gehen morgens zur Arbeit und kommen anschließend wieder nach Hause. Wir sind die meisten Monate eines Jahres unterwegs. Das ist für uns die Normalität. In den knapp sieben Monaten seit unserem letzten Kirmesplatz im letzten Jahr bis zum Happy Erftauen Park jetzt waren kaum auszuhalten. Da habe ich schnell gemerkt, dass mir die Reise fehlt. Hoffentlich geht es jetzt wieder bergauf.

Kirmes in Euskirchen fehlt da was in diesem Jahr?
Olli: Nein, der Happy Erftauen Park soll ja in dem Sinn kein Ersatz oder keine Konkurrenzveranstaltung zu der Donatus-Maikirmes oder dem Simon-Juda-Markt sein. Mit dem Pop-up-Freizeitpark ist temporär eine Möglichkeit geschaffen worden um sich die Zeit ein wenig während der Sommerferien zu vertreiben. Ein Dank gilt da auch an die Stadt für Ihre tatkräftige Unterstützung. Vielleicht ist diese Veranstaltung ein Start in ein normaleres Leben.

Ist der temporäre Freizeitpark eine Alternative zur herkömmlichen Kirmes?
Tanja: Ich würde sagen, dass man die Pop-up-Freizeitparks nicht mit einem bisher uns bekannten Kirmesplatz vergleichen kannst. Während der Veranstaltung hier in Euskirchen konnte ich schon mit einigen Besuchern ins Gespräch kommen. Gelobt wird die tolle Atmosphäre trotz Einschränkungen. Eigentlich gab es bisher nur positive Rückmeldungen. Das finde ich klasse.

Wie geht es jetzt weiter?
Olli: Das müssen Wir jetzt einmal abwarten. Natürlich kommt es jetzt auch weiterhin auf die Zahlen der Infektionen an. Gerne würden Wir nach Euskirchen auch in eine andere Stadt weiterreisen. Mein tiefster Wunsch ist es, dass Wir unsere geliebte Kirmes bald wiederbekommen.

Für die Zukunft wünsche ich mir…

Tanja: …dass Wir weiterhin alle gesund bleiben und Wir mit dem Rundfahrgeschäft „Time Machine“ und der Kinder-Achterbahn „Crazy Jungel“ weiterhin sehr erfolgreich auf der Reise sein werden. Meine Mutter Sissy Kaiser sagt immer „Die Kirmes lässt das Herz höher schlagen“. Hier ist es immer unterhaltsam und das soll auch weiterhin so bleiben. Wir wünschen, dass alle Besucher und auch Leser gesund bleiben und hoffen noch bis zum 9. August auf zahlreichen Besuch hier im Happy Erftauen Park hier in Euskirchen. FH

Ebenfalls in Straubing bietet nun auch seit kurzem die Familie Sgraja Ihre köstlichen Süßigkeiten vor Ort an. Bekannt ist die Familie hauptsächlich durch ihre Kinderfahrgeschäfte am Straubinger Gäubodenvolksfest. Erhältlich sind die Leckereien wie selbstgebrannte Mandeln, Schokofrüchte und weitere Süßigkeiten aller Art um Mei und Stephan, sowie den Kindern Lisa und Maxi in ihrem Mandelstand in der Weltenburger Straße in Ittling, einem Stadtteil von Straubing. Auch hier werden die Köstlichkeiten gut von den Bürgern angenommen.

Ebenso bietet die Familie Sgraja zusätzlich einen Lieferservice an, welchen sie wie folgt bewirbt:Ihr wollt Euch den Zauber unseres Gäubodenvolksfestes nicht nehmen lassen? Dann holt Euch ein „Trumm vom Paradies“ nach Hause! Egal ob Schokofrüchte, Nüsse aller Art oder sonstige Süßwaren! Bequem von zu Hause aus stöbern könnt Ihr auf unserer Homepage unter: http://sgrajasmandelbrenn.wixsite.com/meinewebsite.Bestellbetätigungen sind möglich unter: sgrajasmandelbrennerei@gmx.de . Um die Frische unserer Leckereien aufrecht zu erhalten, liefern wir Euch Eure bestellte Ware direkt nach Hause. Wir haben auch am Samstag und Sonntag geöffnet – also nur her mit Euren Bestellungen! Eurer Team von Sgrajas Mandelbrennerei.

Hinweise zu den aktuellen Lieferdienst-Preisen findet man auf der Homepage der Familie Sgraja. Mittlerweile gibt es auch noch eine zweite, offizielle Verkaufsstelle, welche sich vor dem Sparmarkt des Möbelhauses Wanninger in der Posener Straße in Straubing befindet. Auch hier gibt es eine große Auswahl an Süßwaren aller Art.

Da auch in Landshut 2020 bereits alle Dulten abgesagt sind, musste auch hier eine Idee her wie man den Bürgern wenigsten einen Hauch von Dult-Feeling vermitteln kann. Nach einigen Überlegungen wie so ein Konzept – außerhalb der Corona-Bestimmungen – umsetzbar ist kam der Landshuter Festwirt Patrick Schmidt zu dem Ergebnis: „keine Dult – kein Problem“. Nachdem das Grob-Konzept auf dem Papier stand organisierte Schmidt zusammen mit der Fischbraterei Wild, sowie dem Landshuter Schausteller Horst Heppenheimer ab dem letzten April-Wochenende einen „Dult – Drive-In“ auf einem Parkplatz. Dort wurde dann ein Grill, ein Käseschneider und ein Zuckerwatten-Bottich platziert um den Besucher ein Stück Dult bieten zu können. Nachdem sich schnell lange Auto-Schlangen gebildet hatten reifte noch am gleichen Wochenende die Idee weiter und es gesellte sich ein großes „Dult-Zelt“ dazu, welches auch noch bis zum 10. Mai geöffnet war. Rund 600 geschätzte Autos pro Tag fuhren dann laut Patrick Schmidt quasi durch das „Drive-In – Zelt“ (siehe Foto) und so konnte der Besucher wenigstens 10 Minuten Dult-Feeling in Landshut erleben und sich leckere Steckerlfische, Mandeln oder sogar Lebkuchenherzen schmecken lassen. Die Familie Heppenheimer baute dann kurzfristig auch zusätzlich ihren schönen Mandelstand in „König-Ludwig-Optik“ mit in das Konzept ein und es entstand tatsächlich eine Art „Volksfest-Gasse“. Eine weitere witzige Idee war, dass sich die Leute im Auto auf einer Video-Wall Fotos und Filme aus vergangen Landshuter Dulten anschauen konnten und dazu noch mit passender Musik berieselt wurden während sie geduldig warteten.Und auch der zweite Festwirt der Landshuter Dulten, Franz Widmann sprang auf den Zug auf. Er wiederum bot an einem Wochenende im Landshut Park einen Abholservice an. Anders als bei Schmidt konnten die Gäste bei ihm auch durch den „Drive-In“ flankieren und Hendl, Schweinebraten oder Dult-Bier erwerben. Positiv bemerkte Widmann vor allem die Tatsache, „dass seine Mitarbeiter Arbeit hätten. Wirtschaftlich könne man natürlich so einen Drive-In nicht mit einer normalen Dult vergleichen“ – so Widmann in einem Interview weiter. Und auch wenn es nur der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein ist, so ist es zumindest Schadensbegrenzung in der aktuell schwierigen Lage.

Text: Thomas Schmid

Fotos: Horst Heppenheimer

Auch im Landkreis Dingolfing wurde Anfang Mai der erste Stand mit süßen Spezialitäten gesichtet. Die Familie Neigert steht dort seit kurzem mit Ihrem Geschäft „Himmlische Zuckerl“ am EDEKA-Kreisel in Reisbach und bietet Ihre köstlichen und verführerischen Volksfestspezialitäten an. Auch bei Neigerts gibt es allerlei Leckereien wie gebrannte Mandeln, Popcorn und natürlich auch die äußerst beliebten Schokospieße – überzogen mit feinster Pralinenschokolade. Bekannt ist die Familie Neigert auch unter anderem vom Straubinger Gäubodenvolksfest auf dem sie mit ihren „Himmlischen Zuckerl“-Stand die Besucher verwöhnen. Aber auch Kevin Neigerts „Hawaii Swing“ – einer der schönsten, reisenden Fähtz-Twister – ist in großen Teilen Bayerns ein fester Bestandteil auf namhaften Veranstaltungen, wie z. B. auch den Landshuter Dulten. Die „Himmlischen Zuckerl“ der Familie Neigert am Straubinger Gäubodenvolksfes.