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Spektakuläre Fahrgeschäfte, zwei Familientage, zwei Feuerwerke und der siebte Fotowettbewerb – kurzum: das Frühlingsvolksfest lockt ab kommendem Samstag nach Köln. Die Karussells drehen sich vom 20. April bis zum 5. Mai am Deutzer Rheinufer und Millionen von bunten LED-Lampen laden auf das Kölner Frühlingsvolksfest mit bestem Blick auf den Kölner Dom ein.

 

Tolle Fahrgeschäfte mit garantiertem Spaßfaktor

Sensation: 5-er Looping. Für Superlativen sind die Kölner Volksfeste bekannt. Jetzt setzt der Veranstalter Gemeinschaft Kölner Schausteller noch mal einen drauf. Nach dem Herbstvolksfest im Jahr 1996 zum zweiten Mal in Köln gastiert der Olympia Looping, die größte transportable Loopingbahn der Welt. Damit nicht genug. Mit dabei sind auch die Wilde Maus, Break Dance, Hexentanz, das 55 Meter hohe Europa Rad, Musik Express, die Schaukel „Rocket“, Mr. Beat, Autoscooter House Party, die Villa Wahnsinn und die Geisterstadt. Dazu laden viele weitere Spiele- und Spaß-Angebote ein.

 

Das macht Kinder glücklich

Die Kinderachterbahn „Zauber der Fantasie“ lässt Kinderherzen höher schlagen, wenn sie in Form von einer Doppel-8-Schleife mit 65 Metern Fahrbahnlänge und zwei Zügen die Runden dreht. Dazu laden zudem viele weitere Geschäfte für Kinder zum Fahrvergnügen ein: „Kinder-Skooter“, „Sky Jet-Babyflug“, „Kettenflieger“, Funpark „Wild Kids“, das lustige Entenangeln oder das Trampolinspringen.

Gastlichkeit mit Panoramablick auf den Kölner Dom

Den großartigen Panoramablick in greifbarer Nähe zum Kölner Wahnzeichen schlechthin, dem Dom, bietet das „Europa-Rad“ (Kipp) mit 55 Metern Höhe.

Mit drei weiteren Biergärten und vielen kulinarischen Angeboten wird Alles geboten, was zu einer geselligen Gemütlichkeit gehört.

Übrigens: die Kirmes ist fast barrierefrei und bis zum 5. Mai per Bahn der KVB zu erreichen.

 

 Öffnungszeiten:

vom 20. März bis zum 5. Mai

Osterfeiertage und Sonntage ab 12 Uhr

Werktage ab 14 Uhr

Familientage ab 13 Uhr

…. an allen Tagen immer bis 22 Uhr geöffnet.

 

Events im Überblick

 

  1. April: Eröffnung ab 14 Uhr – abends Feuerwerk
  2. April: 10 Uhr – katholischer Ostergottesdienst auf dem Autoscooter „House Party“
  3. April und 2. Mai: Familientage ab 13 Uhr geöffnet
  4. April – Charity-Aktion für Kinder der Kinder- und Jugendpädagogischen Einrichtungen der Stadt Köln
  5. Mai: Feuerwerk am Abend
  6. Mai, letzter Kirmestag: geöffnet an 12 Uhr – schließt um 22 Uhr

 

Anreise

Am besten zu Fuß, per Rad oder per Bahn & Bus kommen, da das Volksfest in einem Wohngebiet liegt und kaum Parkplätze vorhanden sind. Parkplätze sind unter der Severinsbrücke und auf dem Messeparkplatz P22 ausreichend vorhanden.

Bilder & Text ; Florian Heller im Auftrag von Kirmes total

Bye bye Olympia Looping.

Die Anlage wird bis ende August in den Wiener Prater nach Österreich ziehen bevor Sie auf dem Oktoberfest aufbaut. Schon lange ging das Gerücht umher das Barth die Anlage verkaufen oder Stationär aufbauen will. Jetzt ist es Offiziell den die Anlage befindet sich zum Teil schon am Prater und wartet auf den Aufbau!

UPDATE: Die Anlage war nur für einen längeren Aufenthalt im Prater zu Gast und wird vorerst auf Reise bleiben.

 

olympia-looping-en

Im Jahre 1978 präsentierten die beiden Schausteller Oscar Bruch und Fritz Kinzler die erste Loopingbahn Deutschlands, mehr sogar noch, der Looping Star war die erste transportabelste Achterbahn mit vertikallooping in Deutschland. Aus einem Looping wurden dann 2 (heutige Teststrecke)dann 3 und 1986 sogar 4, der Thriller von Oscar Bruch. Alle transportabelsten Loopingbahnen sind auf eine Firma aus Münsterhausen in Süddeutschland zurückzuführen, die wohl bekannteste Firma Anton Schwarzkopf. Zusammen mit Werner Stengel, einem Diplom Achterbahn konzipierer und Entwickler aus München wurden die Bahnen in Münsterhausen gebaut .Aber auch andere Fahrgeschäfte kamen aus dem Hause Schwarzkopf, die ganzen Orbiter Serien( Polypen, happy Monster, Octopussy, Big Monster) und auch die Alpina Bahn( hieß damals Himalaya Bahn)verließen die Werkhallen. Bei dem Bau des Thrillers aber, ging die Achterbahnschmiede Schwarzkopf in Konkurs, der amerikanische Hersteller Arrow Dynamics führte zu diesem traurigen Ende. Anton Schwarzkopf und Werner Stengel blieben aber der Branche treu, und da Stengel immer auf eigene Rechnung arbeitete, verloren beide zwar große Kunden, aber sein Konstruktionsbüro führte er weiter.

Denn es gab das Projekt 8509. Diese Projektnummer sollte die Kirmesszene und alles was damit zu tun hat, in den Schatten stellen. Der Bonner Schausteller Rudolf Barth setzte sich 1 Jahr später nach dem er seine 3er Looping Bahn von Schwarzkopf in Betrieb nahm noch mit dem Architekten Büro in Verbindung, um sich auf ein neues Projekt in vorzubereiten. Barth wollte eine Schienenbahn mit 5 Überkopfloopings haben, was dann den Rekord der transportablen Achterbahnen im dem Sektor werden sollte. Außerdem sollte die Streckenlänge vom dem 3 er Looping überarbeitet werden, da nämlich hauptsächlich Rechtskurven gefahren wurden um somit eine einseitige Abnutzung der Fahrwerke führte. Die ersten Pläne des Projektes 8509 von Stengel nahmen gigantische Formen an. Eine Streckenlänge von 1215 m, 5 Loopings auf einer Grund Fläche von nur 86m x 37m wurden darauf untergebracht. Der 5 er Looping war geboren!!!! Da Schwarzkopf Konkurs war, konnte als Hersteller der Bayerische Hüttenstahl gewonnen werden. Schwarzkopf gründete ein kleines Konstruktionsbüro was dann mit der BHS zusammenarbeitete, und somit es nicht verwunderlich, dass der Olympia Looping die Schwarzkopf-typischen Schienen-, Lift- und Zugsysteme besitzt. 1989 feierte dann der 5 er Looping Premiere auf dem Münchner Oktoberfest, die Anstrengungen von Werner Stengel und Rudolf Barth, die ihren kühnen Pläne aus dem Jahre 1985 umzusetzen, hatten sich gelohnt. Fast 26 Jahre nach der Premiere reiste der Olympia Looping heute noch, aber es scheint, das auch diese Ära langsam zu Ende geht.

Hohe Energie- und Unterhaltungskosten haben Rudolf Barth in den letzen Jahren ziemlich zugesetzt, das sogar ein Verkauf der Anlage in aller Munde ist. Es ist eine der letzen großen Achterbahnen, da der Thriller (1998)sowie der Euro Star (2008) verkauft worden sind, die in Deutschland noch reisen. Daten des Olympia Loopings: Die Maximal-Geschwindigkeit beträgt 100 km/h und wird durch 2 Aufzüge kontrolliert und elektronisch gesteuert. Das Block-System ist doppelt gesichert und hat eine Beleg- und Freigabeschaltung, die gleichzeitig die beiden Aufzüge kontrolliert. Die Bahn kann mit 20 bis 28 Personen pro Zug gefahren werden. Die Brems- Anlage ist voll automatisch, selbst bei Stromausfall. Insgesamt sind 4 Wartefelder eingebaut, die für eine absolute Sicherheit garantieren. Der Zug fährt 48 km/h in die Reduzierbremse und gelangt dann anschließend mit 2m/Sekunde zum Bahnhof. Die maximalen G-Werte sind 5,2 in der vertikalen und +/- 0,5 in der horizontalen Ebene. (G = mal eigenes Körpergewicht) Die Aufbauzeit beträgt mit 10 Monteuren eine Woche und es werden ein 200 t Kran und 2 Gabelstapler a 6 t benötigt. Bei Verladung mit der Bahn sind 50 Waggons mit 20 Großraum-Containern beladen, die wiederum mit einem speziellen Container-Lader umgesetzt werden. Container sind besonders vorteilhaft, da nur so ein schnelles Verladen möglich wird. Der Transport erfolgt mit firmeneigenen Sattelzugmaschinen. Die Konstruktion fand von 1985- 1988 statt. Die Anlage hat ein Gewicht von 900t mit der Grundfläche von 86.5 m x 38.5 m und einer Gesamthöhe von 38.5 m. Die Anschlusswerte liegen bei, Licht 200KW und 350KW Antriebskraft bei einer Schienenlänge von 1250m. Mit geführt werden 2 Wohnwagen, 2 Mannschaftswagen, 2 Mannschaftscontainer, 1 Autokran 200t und 2 Gabelstapler.

Bericht von  Matthias Glock für Kirmes total.